Die Vergangenheit als Warnung – Schülerinnen und Schüler übernehmen Verantwortung und klären über das Konzentrationslager Buchenwald auf
Auch in diesem Schuljahr nahmen 16 Schülerinnen und Schüler sowie drei betreuende Lehrkräfte unserer GMS an der freiwilligen Mehrtagesfahrt zur Gedenkstätte Buchenwald teil, um zum Abschluss ihre ca. 120 Mitschülerinnen und Mitschüler über das ehemalige Konzentrationslager zu führen. Im Rahmen des didaktisch-methodischen Konzeptes „Schüler führen Schüler“, bei dem Jugendliche ihr erworbenes Wissen auf Augenhöhe an Gleichaltrige weitergeben, verbrachten die 16 Jungen und Mädchen insgesamt 4 Tage auf dem Gelände der heutigen Gedenkstätte Buchenwald bei Weimar, um so viel wie möglich über das Leben der Häftlinge zwischen 1937 und 1945 zu erfahren. Dabei übernachteten die Jugendlichen in der ehemaligen Kaserne der SS-Männer, die die unzähligen Gräueltaten an den Häftlingen im Lager verübten. Betreut wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer während ihres Aufenthalts von Frau Pamela Castillo Feuchtmann, einer seit 29-Jahren in der Gedenkstätte aktiven pädagogischen Mitarbeiterin, die ihr großes Wissen an die Schülerinnen und Schüler weitergab. Nachdem die Jugendlichen in den ersten beiden Tagen von Frau C. Feuchtmann durch das Lager geführt wurden, begannen ab dem dritten Tag die Vorbereitungen, um die abschließenden Führungen ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler zu planen, die am letzten Tag stattfinden sollten. Hierbei wurde den Jugendlichen sehr schnell bewusst, dass auch in der heutigen Zeit Diskriminierung und Unterdrückung leider weiterhin an der Tagesordnung sind und mit allen Mitteln in Zukunft verhindert werden muss! Neben den vielen grausamen Ereignissen und Erlebnissen der NS-Vergangenheit, die die Jugendlichen verarbeiten und erarbeiten mussten, kam aber auch ein tolles Miteinander innerhalb der Lerngruppen nicht zu kurz: Es wurden neue Freundschaften geschlossen und es entstand sogar ein „standortübergreifendes Liebespaar“. Auch die interessante Stadtführung durch Weimar wird den Jugendlichen in positiver Erinnerung bleiben. Die abschließenden Führungen der ganzen Jahrgangsstufe 9 verliefen absolut reibungslos und nicht nur die Mitschülerinnen und Mitschüler waren erstaunt, wie viel man in wenigen Tagen lernen kann😊. Erschöpft, aber zufrieden und stolz, traten die Teilnehmenden im Anschluss die Heimreise an. Wir hoffen, dass nicht nur die 16 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Mehrtagesfahrt, sondern auch alle weiteren Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9, ihr Wissen über die grausame NS-Vergangenheit weitergeben, damit so etwas nie wieder in Deutschland passieren kann!!!

