Zwischen Erfolg und Verfolgung – WP-Biologie-Sport besucht Ausstellung „Jüdische Sportstars im deutschen Sport bis 1933 und danach“
Kurz vor Ferienbeginn machte der Kurs WP-Biologie-Sport der Jahrgangsstufe 9 vom Schulstandort Neunkirchen noch einen kleinen Ausflug, um eine OpenAir-Ausstellung vor dem Siegener Kreishaus zu besuchen. Bei dieser vom Kreisjugendring Siegen-Wittgenstein organisierten Präsentation standen jüdische Sportlerinnen und Sportler im Vordergrund, die nicht nur durch großartige sportliche Leistungen auf sich aufmerksam machten, sondern aufgrund ihrer Religion im nationalsozialistischen Deutschland ausgegrenzt, entrechtet, zur Flucht gedrängt und ermordet wurden. Vorgestellt wurden die Biographien des Fußballpioniers Walther Bensemann (gründete das bekannte Fußballfachmagazin „Kicker“), der zehnfachen Deutschen Leichtathletikmeisterin Lilli Henoch (Diskuswurf, Kugelstoßen und 4x 100-Meter-Staffel), der Fechtolympiasiegerin Helene Mayer und viele andere. Die Ausstellung bot aber auch durch die Schwimmerin Sarah Poewe eine Verbindung zur Gegenwart, die bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen als erste jüdische Athletin eine Bronzemedaille für Deutschland holte. Abschließend waren sich die Jugendlichen einig, dass vor allem der Sport für Gleichberechtigung stehen sollte und sich Politik nicht in den Sport einmischen darf, was leider erst vor wenigen Tagen bei der Fußball-Weltmeisterschaft passiert ist…
Apropos Fußball: Der jüdische Fußballspieler Gottfried Fuchs hält heute noch einen deutschen Fußballrekord für die Ewigkeit, in dem er bei den Olympischen Spielen 1912 zehn Tore in einem Länderspiel erzielte. Mit dieser Leistung wäre unsere Fußballnationalmannschaft bestimmt noch bei der WM dabei und sogar der argentinische Superstar Lionel Messi kann von so einem Rekord nur träumen😊!

